Das pädagogische Anliegen Don Boscos

Don Boscos Umgangsstil mit jungen Menschen war von vier Grundprinzipien geprägt, die noch heute die Basis der Arbeit der Salesianer bilden: Vertrauen, Hoffnung, Liebe und Gemeinschaft.

VERTRAUEN
Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit. Nur wer Vertrauen erfahren hat, kann sich den Mitmenschen, dem Leben und der Zukunft anvertrauen. Vertrauen in der Erziehung bedeutet für Don Bosco: Jugendlichen helfen, ihr eigenes Potential zu entdecken, Misserfolge zu bewältigen und die Herausforderungen des Lebens anzunehmen.

FREUNDSCHAFT
Der Freund von Jugendlichen sein bedeutet, sie zu lieben, wie sie sind, und nicht wie man sie gern hätte. Liebenswürdigkeit war deshalb für Don Bosco die Grundlage einer jeden Begegnung mit Jugendlichen: Aus ihr wachsen Freundschaft und Vertrauen – die Grundlagen für ein besseres Leben mit mehr Zukunft.

HOFFNUNG
„Man soll nie über seine Zeit jammern“, sagte Don Bosco. Er hat es immer abgelehnt, abfällig über Menschen zu denken und zu sprechen. Obwohl er die Probleme seiner Zeit genau gekannt hat, war es immer sein Anliegen, dem Menschen würdevoll zu begegnen und sich für die Zukunft, vor allem der jungen Menschen, einzusetzen. Dieser Einsatz für die Jugend bedeutet, Hoffnung in sie zu haben. Und wenn Jugendliche gemeinsam mit Erwachsenen hoffen, ist dies der Grundstein für den Aufbau einer neuen Gesellschaft und einer neuen Welt.

GEMEINSCHAFT
Im Geiste Don Bosco erziehen heisst auch, zusammen mit anderen in Erziehungsgemeinschaften zu arbeiten, in denen sich sowohl der Erzieher als auch der Jugendliche seiner Aufgabe bewusst ist. Der Jugendliche steht im Zentrum, er trägt auch selbst die Verantwortung für sein Leben. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Erziehungsgemeinschaft Jugendlichen mit Schwierigkeiten. Jeder soll zu seinem Recht kommen, auf körperlicher, emotionaler, ethischer und spiritueller Ebene. Die Erziehungsgemeinschaft fördert den Menschen ganzheitlich.