Förderung nachhaltiger Landbewirtschaftung

Im Distrikt Ariyalur sensibilisieren und schulen die Salesianer Don Boscos die Bauern für eine nachhaltige Landwirtschaft. Dadurch bleiben die Böden fruchtbar und produktiv; die produzierten Lebensmittel sind gesund und die Lebensqualität der Bevölkerung steigt.
Begleitet durch
Jugendhilfe Weltweit
Projektnummer
INT 19-065
Projektort
Indien - Ariyalur
Schwerpunkt
Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
Mittelbedarf
25 500 Franken pro Jahr

Ausgangslage

Im südindischen Distrikt Ariyalur ist die Landwirtschaft für die Mehrheit der Bevölkerung die wichtigste Beschäftigung und bildet ihre Lebensgrundlage. Der Einsatz chemischer Hilfsmittel ist dabei sehr hoch. Verschmutztes Wasser, Bodenerosion, Verlust der Biodiversität, gesundheitliche Probleme für die Produzenten und Konsumenten sind die Folge.

Kleinlandwirte spielen eine äusserst wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Ernährungssicherheit der Menschen in Indien, sind doch knapp die Hälfte der Inder Kleinbauern. Deshalb sind biologische Anbaumethoden bei der Lebensmittelproduktion in Indien von entscheidender Bedeutung. Mangelnde Kenntnisse im Wassermanagement und der übermässige Einsatz von Hilfsmitteln wie Dünger, Insektiziden und Pestiziden, können kurzfristig den Ertrag erhöhen, langfristig entstehen jedoch, nebst steigenden Kosten, viele Nachteile. Übernutzung der Böden führt zu Erosion und damit Ertragsminderungen – Mensch und Tier erleiden gesundheitliche Probleme. Die Ernährungssicherheit kann nicht mehr gewährleistet werden.

Ziele des Projekts

Anbaumethoden die Tradition, Innovation und Wissenschaft kombinieren, damit Böden nachhaltig und sachgerecht genutzt werden und damit die Lebensqualität von Produzenten und Konsumenten steigern.

  • Schulung in biologischer Landwirtschaft
  • Sensibilisierung in Umweltthemen
  • Anbau von Moringa-Bäumen

Was wir tun

Auf dem Grundstück der Salesianer Don Boscos wurde ein Ausbildungszentrum für das Erlernen nachhaltiger Anbaumethoden errichtet. Dabei werden mindestens 350 Landwirte ausgebildet – ihnen werden die Vorteile biologischer Landwirtschaft aufgezeigt und Nebenwirkungen von chemischen Mitteln erklärt.

Die Landwirte werden auf die Vor- und Nachteile chemischer Stoffe in der Landwirtschaft geschult und ihnen biologische Alternativen aufgezeigt.

Alle Bauernfamilien erhalten je zwei Moringa-Baumsetzlinge, um diese in der Nähe ihrer Häuser zu setzen. Alle Bestandteile der Pflanze (Rinde, Blätter, Früchte, etc.) können genutzt werden und tragen so zur Stärkung der Lebensgrundlage der Familien bei.

In verschiedenen Bildungseinrichtungen werden rund 6000 Studierende im Rahmen eines eintägigen Workshops auf die Bedeutung der nachhaltigen Landwirtschaft aufmerksam gemacht und geschult. Sie erkennen deren Vorteile und die Nachteile des konventionellen Anbaus sowie dessen Auswirkungen auf die Umwelt.

Wirkung

Das vorliegende Projekt greift an die Wurzel des Übels – fehlendes Wissen. Den Bäuerinnen und Bauern wird vermittelt, wie Böden gesund bleiben, wie man Sorge zu kostbarem Wasser trägt, wie die Familien gut ernährt werden können. Auch die junge Generation wird in diesen Prozess miteinbezogen. In Schulungen zu Umwelt, Abfallmanagement, in Einklang mit Achtung von Bräuchen und Gewohnheiten lernen sie, Tradition und Überliefertes wert zu schätzen, aber den Schritt in die Moderne nicht zu scheuen.

Das Projekt unterstützen

Ansprechpersonen

Désirée Schöpfer

Mit viel Freude und Motivation arbeite ich in Projekten zugunsten benachteiligter Jugendlicher. Die integrale Betreuung und vielseitigen Programme ermöglichen echte Chancen, um das Leben aus eigener Kraft zu verändern.