Fussballschule für Strassenkinder

In Ecuador leben viele Kinder und Jugendliche ganz oder teilweise auf der Strasse. Sie schlagen sich mit Gleichgesinnten durch und sind dabei zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Ihre Angst, ihren Hunger und die Kälte betäuben die Strassenkinder mit billigen Drogen (Schusterleim und verbranntes Styropor), was ihre Gesundheit dauerhaft schädigt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos kümmert sich weltweit um benachteiligte Kinder und Jugendliche. In mehreren Städten Ecuadors führen sie das umfassende Sozialprogramm Chicos de la calle durch. Die Betreuung der Kinder ist ganzheitlich und beinhaltet Unterkunft, Verpflegung, Wertevermittlung, Schul- und Berufsbildung. Ergänzend dienen Sport, Spiel, Musik und Tanz dazu, Alternativen zum Leben auf der Strasse aufzuzeigen.

Die Fussballschule Golaso ist ein wichtiger Pfeiler des Programms. Das Fussballtraining ist zugleich Lebensschule. Die Kinder lernen zu teilen, zu gewinnen und zu verlieren. Sie üben Teamgeist, Fairness und Konflikte konstruktiv zu lösen. Bedingung, um bei Golaso mitzumachen, ist der Besuch der öffentlichen Schule.

Die Fussballschule Golaso bezieht auch das Umfeld der Kinder ein. Die Eltern werden ermutigt, den Trainings beizuwohnen, Turniere mitzuorganisieren, den Znüni vorzubereiten oder beim Unterhalt des Fussballfeldes mitzuhelfen. Diese Aktivitäten tragen mit dazu bei, dass sich die oft problematischen Beziehungen innerhalb der Familie verbessern und ein liebevolles Zusammenleben wieder möglich wird.

 

Verwandte Projekte

Fussball holt Kinder von der Strasse weg

Die Fussballschule Golaso zeigt Alternativen zum Leben auf der Strasse auf. Im Fussballtraining lernen die jungen Menschen verlieren und gewinnen und dass ein gesundes Zusammenleben in Familie und Gesellschaft Disziplin, Regeln und Respekt benötigt.