Erdbeben in Venezuela: Salesianer Don Boscos leisten Soforthilfe
Nach den schweren Erdbeben vom 24. Juni 2026 verschärft sich die humanitäre Notlage in Venezuela weiter. Während Rettungskräfte unter schwierigsten Bedingungen nach Überlebenden suchen, öffnen die Salesianer Don Boscos ihre Häuser für Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, und leisten wichtige Soforthilfe.
Update vom 7. Juli 2026: Etwas über zehn Tage nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela richtet sich der Fokus zunehmend darauf, das Leben wiederaufzubauen. Die Rettungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, während tausende Familien weiterhin ohne Zuhause sind und vor dem Neuanfang stehen. Gemeinsam mit ihren Partnern im internationalen Don-Bosco-Netzwerk haben die Salesianer Don Boscos ihre Nothilfe ausgebaut und begleiten die betroffenen Menschen nun mit einem umfassenden Hilfsprojekt.
In den kommenden sechs Monaten sollen 680 besonders schutzbedürftige Familien mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und finanzieller Soforthilfe unterstützt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der psychosozialen Begleitung sowie dem Schutz und der Bildung von Kindern und Jugendlichen. Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit steht in engem Austausch mit ihren Partnern vor Ort und unterstützt die Hilfe für die betroffenen Gemeinden.
Update vom 29. Juni 2026: Fünf Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela läuft die Soforthilfe der Salesianer Don Boscos weiter auf Hochtouren. Gemeinsam mit ihren Partnern im Don-Bosco-Netzwerk haben sie nun ein Nothilfeprojekt gestartet. Schulen, Pfarreien und Jugendzentren wurden geöffnet, um Familien Schutz zu bieten, die ihr Zuhause verloren haben. Gleichzeitig werden Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel und Medikamente an die betroffene Bevölkerung verteilt. Besonders schwer betroffen sind die Regionen Gran Caracas und La Guaira.
Im Rahmen des Nothilfeprojekts sollen die Salesianer Don Boscos in den kommenden drei Monaten rund 600 Familien regelmässig mit lebenswichtigen Hilfsgütern versorgen. Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit steht in engem Austausch mit ihren Partnern vor Ort und unterstützt die Nothilfe.
(Bilder: Salesianer Don Boscos Venezuela / Jeferson González)
Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben schwere Schäden an Gebäuden und wichtiger Infrastruktur verursacht. Stromausfälle, unterbrochene Kommunikationswege und erschwerte Zugänge verzögern die Rettungsarbeiten in vielen Regionen. Die Zahl der Todesopfer, Verletzten und Vermissten steigt weiter an, während das gesamte Ausmass der Katastrophe noch immer nicht abschliessend erfasst werden kann.
Auch mehrere salesianische Einrichtungen wurden beschädigt. Besonders betroffen sind die Schule und die Kirche von Sarria in Caracas. Nach aktuellem Stand gibt es keine Opfer unter den Salesianern oder den Gemeinschaften, zu denen Kontakt hergestellt werden konnte.
Gleichzeitig haben die Salesianer Don Boscos ihre Häuser für Menschen geöffnet, die keinen sicheren Ort zum Übernachten mehr haben. Mit Unterstützung der Don Bosco Jugendhilfe Weltweit und weiterer Organisationen im Don-Bosco-Netzwerk organisieren sie erste Hilfsmassnahmen für Familien in den betroffenen Regionen.