Berufsbildung in Elektro- und Solarinstallationen

Berufsbildung in Elektro- und Solartechnik fördert die Nutzung von Solarenergie in Westafrika und gibt jungen Menschen gleichzeitig Einkommens- und Lebensperspektiven in ihrem Heimatland.
Begleitet durch
Jugendhilfe Weltweit
Projektnummer
AFW 17-097
Projektort
- Mehrere Orte
Schwerpunkt
Berufliche Bildung
Mittelbedarf
544 000 Franken pro Jahr

Ausgangslage

Die Länder Afrikas stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Eine davon ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote steigt von Jahr zu Jahr, da nur ein kleiner Prozentsatz aller Studien- und Lehrabgänger es schaffen, im ersten Jahr nach dem Abschluss eine Stelle zu finden. Mit Arbeitslosigkeit gehen Frustration, Armut und das Risiko des Abgleitens in die Kriminalität einher. Viele junge Menschen liebäugeln mit dem Auswandern in ein Land, das bessere Lebensperspektiven verspricht. Fast die Hälfte aller ghanaischen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren sind arbeitslos. In Liberia ist die Situation ähnlich: Aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Situation und des unzulänglichen Bildungssystems ist es für junge Menschen auch dort schwierig, beruflich Fuss zu fassen und sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die meisten schlagen sich im informellen Sektor durch.

Gleichzeitig haben beide Länder einen Bedarf an zusätzlichen Energiequellen, um ihre Stromversorgung zuverlässig zu decken. Photovoltaik bietet sich als erneuerbare Energie als interessante und vielversprechende Option an. Zudem wird erwartet, dass der Markt für Solarinstallationen in der Region in naher Zukunft beträchtlich wachsen wird – genauso wie der Bedarf nach fähigen, gut ausgebildeten Technikern.

Ziele des Projekts

Jungen Menschen mittels Berufsbildung Lebensperspektiven eröffnen und gleichzeitig die Nutzung alternativer Energien in Westafrika fördern.

  • Jugendliche in Ghana und Liberia haben Zugang zu qualitativ hochwertiger Ausbildung in Elektro- und Solartechnik
  • Don-Bosco-Einrichtungen in Ghana und Liberia verringern ihre Umweltbelastung durch Nutzung von Solarenergie
  • Don-Bosco-Einrichtungen sind Kompetenzzentren in Solarenergie und sensibilisieren die Gesellschaft in Energie- und Umweltfragen

Was wir tun

Alternative Energieformen haben in Westafrika viel Potenzial: Solaranlagen können zum Beispiel eine instabile Stromversorgung stabilisieren oder Elektrizität in Gegenden bringen, die noch unerschlossen sind.

In den modular aufgebauten Kursen werden die Teilnehmer der Elektrotechnik-Klassen der Don-Bosco-Berufsschulen, an der Thematik interessierte Handwerker und Schulabbrecher ausgebildet.

Die «Training of Trainers» richten sich an Berufsschullehrpersonen, die in Solartechnik aus- und weitergebildet werden und dann ihr Wissen als Multiplikatoren in ganz Westafrika weitergeben.

Schlüsselelement ist die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen für Lerninhalte. Zudem nimmt der Unterricht Bezug auf den lokalen Kontext und auf lokal erhältliche Materialien, Systeme und Ersatzteile.

Solarinstallationen in Don-Bosco-Zentren ermöglichen den Kursteilnehmern das Sammeln praktischer Berufserfahrung und sensibilisieren zudem Besucher und Nachbarn für die Nutzung nachhaltiger Energien.

Wirkung

Alternative Energieformen fördern in Westafrika die Bildung, ihre Nutzung und die Umwelt. Solaranlagen können zum Beispiel eine instabile Stromversorgung stabilisieren oder Elektrizität in Gegenden bringen, die noch unerschlossen sind. Dies ist ein wichtiger Faktor für wirtschaftliche Entwicklung. Dank der Nutzung des reichlich vorhandenen Sonnenscheins für die Stromversorgung wird gleichzeitig die Umwelt geschont. Die Programmverantwortlichen verfügen dank langjähriger Tätigkeit im Solarbereich in Afrika über praxiserprobte Erfahrung. Ebenso kann auf bewährte lokale und internationale Partnerschaften zugegriffen werden. Um weitere Synergien nutzen zu können und den Wissensaustausch zu fördern, strebt das Projekt die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und mit Bildungseinrichtungen sowohl im globalen Süden als auch im Norden an.

Multiplikationseffekt dank «Training of Trainers»:
Der erhoffte Multiplikationseffekt durch die Ausbildung von Trainern im Solarbereich zeigt schon erste Resultate: So haben zwei Absolventen der Ausbildung in Ghana im Don-Bosco-Berufsbildungszentrum in Onitsha, Nigeria, eine Solarausbildung für die Ausbildner der Berufsschule durchgeführt. Damit wird das Wissen durch sie in den nächsten Jahren an hunderte junge Menschen in Nigeria weitergegeben. Als Lehrmittel für den Kurs konnten sie das im Rahmen des vorliegenden Projektes erarbeiteten Solar Grundmodul verwenden.

Beiträge der Stiftung Don Bosco Total: CHF 400'000.-

Die Stiftung Don Bosco für die Jugend der Welt hat das Projekt bisher gemäss unterstehender Auflistung unterstützt:

2020

CHF 200'000.-

2019

CHF 200'000.-

Das Projekt unterstützen

Ansprechpersonen

Angela Bütler

Seite an Seite arbeite ich mit unseren Projektpartnern daran, Zukunftsperspektiven für junge Menschen zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass der Ansatz von Hilfe zur Selbsthilfe Leben verändern und Armut wirksam bekämpfen kann.