Gesundes, sauberes Wasser für Indigene

In den abgelegenen und sehr einfachen Dörfern der Bororos und Xavantes sind die Infrastrukturen sehr dürftig. Sauberes, gesundes Wasser ist rar. Dank der Brunnenbohrungen in diesen Dörfern erhalten indigenen Völker Zugang zu Trinkwasser und Wasser für die Bewässerung ihrer Felder.
Begleitet durch
Jugendhilfe Weltweit
Projektnummer
BCG 02-007
Projektort
Brasilien - Matto Grosso
Schwerpunkt
Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
Mittelbedarf
8000 Franken pro Brunnen

Ausgangslage

Im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso, der flächenmässig fast 22-mal so gross ist wie die Schweiz, leben weniger als fünf Einwohner auf einem Quadratkilometer. In diesem grossen Gebiet betreuen die Salesianer Don Boscos zwei indigene Völker – die Bororos und Xavantes. Diese ehemaligen Nomadenstämme leben in mehreren Reservaten verstreut. Das Gebiet ist weitläufig und man muss stundenlange Autofahrten – oft auf Schotterstrassen – auf sich nehmen, um in die abgelegenen Siedlungen zu gelangen. Einige Missionsstationen der Salesianer Don Boscos sind direkt in den Reservaten angesiedelt. Die Infrastrukturen sind nach wie vor sehr dürftig in diesen sehr einfachen Dörfern. Das Wasser, das früher aus den Bächen und Seen zum Trinken und zum Bewässern ihrer Felder geschöpft werden konnte, ist heute oft mit Chemikalien (Pestizide, Düngemittel) verunreinigt und verursacht Durchfallerkrankungen, Parasitenbefall und Infektionen. Die Dürreperiode, verursacht durch den Klimawandel, werden immer länger. Das führt zu Wasserknappheit für Mensch und Tier.

Ziele des Projekts

Sicherung der Wasserversorgung indigener Völker.

  • Bohrung von Brunnen

Was wir tun

Seit dem Jahr 1957 lebt und arbeitet der deutsche Salesianerbruder Alois Würstle in Mato Grosso bei den Xavantes und Bororos. Er setzt sich für die Rechte dieser indigenen Völker ein.

Wirkung

Zusammen mit den Indigenen und seinem Team baute Alois Würstle Schulen, Elektrizitätswerke, Strassen und Brücken. Seit einigen Jahren bohrt er in den Dörfern Brunnen, damit die Menschen Zugang zu sauberem, gesundem Wasser haben. Ein Brunnen kostet, je nach Tiefe, zwischen 6200 und 8000 Schweizer Franken. Bis heute konnten mehr als 250 Brunnen gebohrt werden. Ziel von Alois Würstle ist es, dass jedes indigene Dorf einen eigenen Brunnen hat. Dabei wendet der gelernte Elektriker und Schreiner die neuste Technik an und entwickelt unabhängige Systeme. «Wir müssen Systeme einsetzen, bei denen nicht immer die Frauen die Schwerstarbeit tun müssen.», meint Bruder Alois, der von den Indigenen liebevoll Mestre Luiz genannt wird. Am 18. Juni 2009 wurde Bruder Alois Würstle für sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz seines Heimatlandes Deutschland geehrt.

Das Projekt unterstützen

Ansprechpersonen

Brigitte Meier

Don Bosco begleitet mich seit vielen Jahren. Unsere Projekte für ausgegrenzte junge Menschen und ihre Familien berühren mich immer wieder aufs Neue. Es ist schön, ein Teil dieses weltumspannenden Netzwerkes zu sein.