Lebensumstände von Gefängnisinsassen verbessern
Die Kleinkriminalität in Sierra Leone ist nach dem Bürgerkrieg im Jahr 2002 stark angestiegen. Die wirtschaftliche Lage und die familiäre Situation führte viele Personen, darunter auch viele Jugendliche, in die Kriminalität. Die Regierung reagierte mit der Verhaftung von kleinkriminellen Jugendlichen, was zu einer Überfüllung in den Gefängnissen führte. Mittlerweile leben im Gefängnis in Bo, welches für 80 Personen gebaut wurde, über 300 Personen. Es fehlt an Platz, Hygiene-Produkten, der nötigen Ausstattung bzw. Infrastruktur und an medizinischem Personal. Damit besonders verletzliche Personen in diesem Umfeld nicht untergehen, haben sich die Salesianer Don Boscos (SDB) ihrer angenommen. Sie sind die ersten und einzigen, die den Insassen des Bo-Gefängnisses täglich ganzheitliche humanitäre Unterstützung bieten, einschliesslich Nahrung und Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Kleidung, rechtlicher Beratung und psychosoziale Unterstützung. Sie setzen sich dafür ein, dass insbesondere Minderjährige, Kranke und Schwache, und neu auch weibliche Gefangene, die im Gefängnis in Bo in einem anderen Trakt inhaftiert sind, unter menschenrechtskonformen Bedingungen leben können. Das vorliegende Projekt will dazu beitragen, die Lebensbedingungen der dieser Personen zu verbessern und ihnen eine Chance auf ein sicheres Leben nach dem Gefängnisaufenthalt zu ermöglichen. Dazu ist in der neuen Projektphase der Start von Berufsbildungsangeboten vorgesehen, damit die Gefangenen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach Haftentlass zu verbessern können.