Ausgangslage
Überschwemmungen, Erdbeben, Wirbelstürme und andere Naturkatastrophen betreffen jedes Jahr weite Regionen unserer Erde. Menschen geraten in Situationen, die unmittelbar ihre Existenz bedrohen und bei denen Staat und Gesellschaft an ihre Grenzen kommen. In der Nothilfe kommt es auf Schnelligkeit, Effizienz und Notwendigkeit an. Von Beginn an wird an den Wiederaufbau und an Katastrophenprävention gedacht. Ziel ist, dass die Menschen möglichst schnell in die Normalität zurückfinden und ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen können.
Im Zeitraum Mai-Juni 2024 führten schwere Monsunregen in Sri Lanka zu grossflächigen Überschwemmungen. Besonders betroffen waren Gemeinden in der Küstenregion der Westprovinz, darunter Wallapalliya und Dickowita, wo viele Familien vom Fischfang oder von Tagelohnarbeit leben und durch die Überschwemmungen ihre Einkommensgrundlage verloren.
Beinahe unbeachtet von der Weltöffentlichkeit wurde Nepal am 28. September 2024 von schwersten Überschwemmungen seit zwei Jahrzehnten betroffen. Der SRF-Tagesschaubeitrag vom 30. September 2024 zeigt, wie verheerend die Situation sich darstellte. Hunderte Familien mussten ihre Häuser verlassen; viele verloren ihre Habseligkeiten und durch die Überschwemmungen wurden auch ihre Reisfelder und damit ihre wichtigste Lebensgrundlage zerstört.
Ziele des Projekts
Die Überschwemmungsnothilfeprojekte in Sri Lanka und Nepal umfass(t)en in einem ersten Schritt unmittelbare Nothilfe wie wie die Verteilung von Essensrationen, Kleidung und anderen Hilfsgütern. In einem zweiten Schritt umfasst(e) die Nothilfe Rehabilitations- und Wiederaufbaumassnahmen – im Falle Sri Lankas für 10 bis 15 von der Flutkatastrophe betroffene Familien und die Bewohner der Gemeinden Japakal und Lubu, damit sie ihre Gemeinschaftseinrichtungen, Häuser, Lebensgrundlagen und Infrastruktur wieder aufbauen können. Im Falle Nepals wird die Nothilfe für die rund 400 am stärksten betroffenen Familien laufend angepasst.
Im Falle Sri Lankas:
- Instandsetzung der Häuser
- Haushalte wieder einrichten
- Wiederaufbau der Landwirtschaft
- Instandsetzung der Gemeindeinfrastruktur
Was wir tun
In Sri Lanka stellten die Salesianer Don Boscos im Zeitraum Juni-Juli 2024 für über 11 000 Menschen unmittelbare Nothilfe wie Unterkunft, Essen und Kleidung zur Verfügung und unterstützten in der grössten Not die Betroffenen beim Wiederaufbau.
In Nepal verteilten die Salesianer Don Boscos Lebensmittelpakete, warme Kleidung und Schulmaterial für rund 2000 Menschen. Ferner leisteten sie seelsorgerische und psychologische Unterstützung. Damit sollten die unmittelbaren Grundbedürfnisse der Familien gesichert, die Kinder beim weiteren Schulbesuch unterstützt und die Betroffenen bei der Bewältigung der Folgen der Katastrophe begleitet werden. Nun wird die Unterstützung den Umständen angepasst weitergeführt, um den Menschen vor Ort zurück ins Leben zu begleiten und ihnen wieder längerfristige Perspektiven zu geben.
Das Team der Salesianer Don Boscos führt eine detaillierte Bedarfsanalyse für 10 – 15 Familien durch und bewertet die Schäden an Häusern, den Verlust von Haushaltsgegenständen, Ackerland, Viehbestand und Infrastruktur und priorisiert die Instandsetzungsarbeiten.
10 – 15 Familien werden beim Wiederaufbau oder der Reparatur ihrer Häuser mit finanziellen Mitteln, Baumaterialien (wie Ziegel, Zement, Dachmaterial) sowie qualifizierten Arbeitskräften unterstützt.
Es werden lebenswichtige Haushaltsgegenstände an jede Familie verteilt, darunter Bettzeug, Möbel, Küchenutensilien und Kleidung.
Es werden Saatgut, landwirtschaftliche Werkzeuge, Düngemittel und Schulungen zu widerstandsfähigen landwirtschaftlichen Praktiken bereitgestellt, um beschädigtes Ackerland wieder fruchtbar zu machen. Gleichzeitig werden die Familien beim Wiederaufbau ihrer Tierbestände (Rinder, Ziegen, Hühner) unterstützt.
Die Reparatur/Wiederaufbau von beschädigten oder zerstörten Schulen sowie beschädigter Strassen werden unterstützt, um möglichst schnell zur Normalität zurückzukehren.
Es werden Workshops über Katastrophenvorsorge, nachhaltige Landwirtschaft und Viehzucht durchgeführt und Unterstützungsgruppen gebildet, um die Widerstandsfähigkeit der Dorfgemeinschaft zu stärken und für künftige Ereignisse vorbereitet zu sein.
Wirkung
Wo Menschen in Not geraten, helfen die Salesianer Don Boscos mit unmittelbarer Nothilfe, um das Überleben der Menschen sicherzustellen. Dies lindert die unmittelbare Not und gibt Hoffnung. Ihre umfassend geplanten Projekte (unmittelbare Nothilfe, Unterstützung des Wiederaufbaus, Krisenprävention) schafft Zuversicht, Vertrauen in die Zukunft und stärkt die ganze Gesellschaft nachhaltig. Wie in allen Projekten ist Hilfe zur Selbsthilfe das Credo.
In Sri Lanka konnten die Salesianer Don Boscos nach der Unwetterkatastrophe im Juni-Juli 2024 über 11 000 Essenspakete verteilen und so das Überleben von über 800 Familien sichern. Gleichzeitig stärkte die aktive Beteiligung lokaler Freiwilliger und Gemeinschaftsmitglieder den Zusammenhalt und die Eigenverantwortung der Bevölkerung und schuf eine Grundlage für eine bessere Bewältigung künftiger Katastrophen.
Nach der Katastrophe in Nepal verteilten die Salesianer Don Boscos Lebensmittelpakete, warme Kleidung und Schulmaterial. Ferner leisteten sie seelsorgerische und psychologische Unterstützung. Damit deckten sie die unmittelbaren Grundbedürfnisse der Familien gesichert, die Kinder beim weiteren Schulbesuch unterstützt und die Betroffenen bei der Bewältigung der Folgen der Katastrophe begleitet werden. Nun wird die Unterstützung den Umständen angepasst weitergeführt, um den Menschen vor Ort zurück ins Leben zu begleiten und ihnen wieder längerfristige Perspektiven zu geben.
Ansprechpersonen
Désirée Schöpfer
Ich bin seit über elf Jahren begeistert vom Engagement der Salesianer Don Boscos – gerne arbeite ich gemeinsam mit ihnen, um durch integrale Betreuung benachteiligten Menschen Chancen zu bieten, ihr Leben aus eigener Kraft zu verändern.








