Don Bosco-Schüler Andrés Navarro wird Aussenminister der Dominikanischen Republik

Veröffentlicht am 29.10.2014

Am 15. September 2014 wurde Andrés Navarro García zum Aussenminister der Dominikanischen Republik ernannt.
Als Jugendlicher besuchte Navarro zusammen mit seinem Bruder das Colegio Don Bosco in Santo Domingo, welches für die Geschwister zur zweiten Heimat wurde. Zu seiner Schulzeit meint er: «Der Eintritt in die Don Bosco Schule hat unseren Leben die entscheidende Richtung gegeben – nicht nur durch die solide Ausbildung, sondern vor allem auch durch die menschlichen und christlichen Werte, die uns in einem familiären Umfeld der Nähe und des Vertrauens von den Salesianern und den Professoren mitgegeben wurden. (…) Das Colegio Don Bosco hat mein Leben geprägt. Die unzähligen Unterrichtsaktivitäten haben Stück für Stück meinen Charakter und mein Unabhängigkeitsgefühl geformt.»
Die in der Oberstufe erlernten Fähigkeiten kamen Navarro dann auch während seinem Architekturstudium zu Gute.

1997 entschied er sich, politisch aktiv zu werden und trat dem Partido de la Liberación Dominicana (PLD) bei. Ihm war bewusst, dass «die Politik eine prestigelose Beschäftigung war – wegen der Korruption und dem despotischen Benehmen gewisser Politiker. Aber ich entschied mich, den Schritt zu wagen, denn ich war sicher, dass die Kriterien und Werte der erhaltenen Ausbildung sowie die soziale Lehre der Kirche eine solide Basis bilden würden, um neue Formen der Politik einzuführen.» Bereits ein Jahr später wurde Navarro in den nationalen Rat für städtische Angelegenheiten gewählt. Anfang 2014 wurde er Kabinettschef des Ministeriums für Öffentliche Bauten und Kommunikation. Navarro zu seiner Zeit als Politiker: «Während dem ganzen Prozess zeigten mir die Werte, die mir sowohl von meiner Familie als auch unter der Obhut der Salesianer vermittelt worden waren, meinen Weg.»

Die Ernennung zum Aussenminister der Dominikanischen Republik kommt zu einer Zeit, in der das dazugehörige Ministerium schwächelt und mit einem schlechten Ruf zu kämpfen hat. Navarro will deshalb einen Reform- und Modernisierungsprozess der dominikanischen Aussenpolitik in Gang setzen. Angesichts dieser anspruchsvollen Aufgabe vertraut er einmal mehr auf seine Bildung und Wertvorstellungen und meint zuversichtlich: «…sie werden mich darin unterstützen, die Aufgabe, die mir Gott für diesen Lebensabschnitt auferlegt hat, zu erfüllen.»